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	<title>Kommentare für Trampen</title>
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	<description>Mit anderen unterwegs sein</description>
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		<title>Kommentar zu In Dahab von Peter</title>
		<link>http://tramper.webmg.de/2008/04/23/in-dahab/comment-page-1/#comment-44</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2008 18:24:22 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Hj, viel Spass noch in &#196;gypten.
Ich muss ja wohl alleine  in den Glaspalast
P.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Hj, viel Spass noch in &#196;gypten.<br />
Ich muss ja wohl alleine  in den Glaspalast<br />
P.</p>
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		<title>Kommentar zu Video, ein zeitraubendes Hobby von Harald</title>
		<link>http://tramper.webmg.de/2008/02/05/video-ein-zeitraubendes-hobby/comment-page-1/#comment-43</link>
		<dc:creator>Harald</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Feb 2008 21:52:29 +0000</pubDate>
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		<description>Der vierte und letzte Tag:

Am letzten Tag der Etappe war der Trampstart f&#252;r 9:00 Uhr angesetzt. Bereits am Vorabend war uns eine Regel&#228;nderung mitgeteilt worden. Bisher durfte man die gefundene Unterkunft so zeitig verlassen, da&#223; man p&#252;nktlich zum offiziellen Start am Strassenrand stehen konnte. In Zukunft durfte man erst zum Startzeitpunkt die Unterkunft verlassen und zur Strasse laufen. Das bedeutete, da&#223; zuk&#252;nftig die Wahl der Unterkunft noch wichtiger sein w&#252;rde. Lag sie weit von der Strasse entfernt, w&#252;rde man wertvolle Zeit verlieren, bis man ein Auto anhalten konnte. Eine halbe Stunde Marsch bis zu Strasse konnte sich in ca. 50 Kilometer R&#252;ckstand verwandeln, wenn ein anderes Team direkt an der Strasse &#252;bernachtete und sofort ein Auto fand. 
Wir verbrachten die Zeit bis 9:00 Uhr damit, in einem Magazin neben dem Hotel noch ein paar billige Kekse zu kaufen und mit Wasser als Fr&#252;hst&#252;ck zu &quot;geniessen&quot;. Endlich wurde es Neun und wir marschierten los. Bis zum Ortsausgang, wo die beste Chance bestand ein Fahrzeug anhalten zu k&#246;nnen, liefen wir ca. 20 Minuten, so da&#223; wir gegen halb Zehn ernsthaft mit Trampen beginnen konnten. Eine weitere Schwierigkeit bestand darin, da&#223; es von Nijasnepetrovsk nach Jekaterinburg eine Vielzahl von Strassen und Str&#228;&#223;chen gab. Welche man nahm, war mehr oder weniger dem Zufall &#252;berlassen, bzw, hing von dem Auto ab, welches man anhielt. Das machte es aber auch Unm&#246;glich, zu bemerken, ob ein anderes Team auf einer anderen Strasse vielleicht gerade die F&#252;hrung &#252;bernahm. 
Auch dieser Tag begann recht z&#228;h. Wir fanden zwar schnell ein Auto, welches uns ein paar Kilometer mitnahm, aber es schien wieder so zu sein, das die ganze Restetappe zum &quot;St&#252;ckwerk&quot; werden w&#252;rde. Ein Auto zu finden, das bis zum Etappenziel fahren w&#252;rde, schien nicht m&#246;glich. Nach einem weiteren Kurztrip standen wir am Strassenrand, als bei unserem Team Hektik ausbrach. Wir bemerkten, wie heftige Telefonate mit der Produktionsleitung gef&#252;hrt wurden, wie man die K&#246;pfe zusammensteckte und &#252;ber irgendetwas beriet, wie man nochmal telefonierte und &#252;ber irgendetwas sehr aufgeregt war. Nach einiger Zeit kam Sascha, der begleitende Reporter, zu uns. Sasche geh&#246;rte zu denjenigen, die sich sehr streng an die Anweisung &quot;Dont´talk to the contestents!&quot; hielt. Er achtete immer darauf, da&#223; sich keine Bindung zwischen Begleitung und Kandidaten entwickeln konnte, da&#223; man v&#246;llig neutral und unparteiisch war, da&#223; es keine Bevorzugung oder Benachteiligung, keine Behinderung oder Hilfestellung seitens des begletiteam gab. Unso mehr &#252;berraschte uns seine Ansage, sofort ins Teamauto zu steigen. Man w&#252;rde uns 50 Km weiter fahren! Eine Begr&#252;ndung hierf&#252;r gab es nicht. Es gab &#252;berhaupt keine weitere Aussagen und wir fingen nat&#252;rlich an zu spekulieren. Irgendetwas musste schief gelaufen sein - soviel stand fest. Hatte man vielleicht entschieden, aus Zeitgr&#252;nden die anderen Teams auf dem direkten Weg von Miass nach Jekaterinburg zu schicken, ohne den Umweg &#252;ber Nijasnepetrovsk? Waren wir vielleicht die einzigen, die jetzt diesen Umweg machen mussten? War irgend etwas passiert?
Niemand gab uns eine Erkl&#228;rung. Wir erfuhren erst sp&#228;ter, was sich tats&#228;chlich abgespielt hatte: Am Abend vorher war von der Produktion entschieden worden, den Trampstart um eine Stunde vorzuverlegen, um den Team ausreichend Zeit zu geben, das Ziel zu erreichen. Daraufhin hatte die Produktionsleitung alle Teams telefonisch dar&#252;ber informiert - alle, ausser unser Team! Niemand hatte unsere Begleiter angerufen, und somit waren wir tats&#228;chlich eine Stunde sp&#228;ter gestartet, als alle anderen. Da durch den langsamen Bus am Vortag und den schnell aufschliessenden Kandidatenteams in angehaltenen Autos unser gewonnener, ach so gro&#223;er Vorsprung sowieso schon stark geschrumpft war, bestand nat&#252;rlich die Gefahr, da&#223; wir durch dieses Vers&#228;umnis bereits jetzt zur&#252;ckgefallen waren. Nun versuchte man, dies dadurch wieder auszugleichen, da&#223; man uns 50 Km weiterbrachte. 50 Km entsprachen zwar nur etwa 30 bis 40 Minuten tats&#228;chlicher Fahrzeit in einem PKW, aber wahrscheinlich rechnete man auch noch eine theoretische „Standzeit“ ein und kam so auf diese Zahl. Wie auch immer. Wir waren verdutzt, stiegen ein, und wurden exakt 50 Km weiter wieder ausgeladen. Mitten im Nirgendwo, was die Sache nun auch nicht wirklich erleichterte. Wir hatten gro&#223;e Probleme, von dort weiterzukommen und verloren viel Zeit. Dann gelang es uns, einige Zeit in einem langsamen LKW mitzufahren, und danach nahm uns ein Taxifahrer mit, der sich bereiterkl&#228;rte, uns bis zum Etappenziel zu fahren. Um es kurz zu mache – wir kamen tats&#228;chlich als erste an, knapp vor Hans-J&#246;rgen und Eva. Man parkte uns in einem Vorraum eines B&#252;ros, wo Eva v&#246;llig ersch&#246;pft auf dem Sofa einschlief. Ich schlich mich heimlich raus (was eigentlich verboten war) um in einem kleine Laden etwas zum Essen und Trinken zu besorgen. Niemand k&#252;mmerte sich um uns. Wir warteten einige Stunden, bis schlie&#223;lich alle Teams eingetroffen waren. Dann ging es zum Filmen des Rankings.
Wir wurden in einen Raum gesetzt, Patrice laberte seinen Sermon herunter und erst jetzt erfuhren die anderen Teams, wie sie abgeschnitten hatten. 
Wir lagen zusammen mit Marc und Anja in der Gesamtwertung auf dem ersten Platz. Das bedeutete eigentlich schon, da&#223; wir unserem gro&#223;en Ziel, dem Baikalsee, ein ganzes St&#252;ck n&#228;her gekommen waren. Kim und Nadine hatten &#252;berraschend aufgegeben, was Klaus und Norbert vor dem Aussscheiden rettete. Bis zum Baikalsee w&#252;rde es nur noch zwei Ausscheidungsetappen geben. Durch unseren Punktevorsprung vor den beiden letztplatzierten Teams, war es fast unm&#246;glich, da&#223; es uns auf diesen beiden Etappen treffen w&#252;rde. Wir w&#252;rden schon auf jeder der vier folgenden Etappen Letzte sein m&#252;ssen, und die drei Letztplatzierten m&#252;ssten sich st&#228;ndig wechselnd die ersten drei Pl&#228;tze teilen. Diese Kombination erschien uns relativ unwahrscheinlich, da es f&#252;r den letzten Platz jetzt zwei Punkte, und nach dem Ausscheiden eines weiteren Team sogar 3 Punkte, w&#228;hrend es f&#252;r den ersten Platz weiterhin nur 8 Punkte geben w&#252;rde. Es erwies sich, da&#223; es rechnerisch besonders auf den beiden ersten Etappen &#228;u&#223;erst wichtig war, nicht hinten zu landen, da man dies nur sehr schwer auf den Folgeetappen ausgleichen konnte.

Als wir in unserem Zeltcamp auf einer malerischen Wiese an einem kleine See waren, war es sogar noch hell, etwas, was sich als Ausnahme herausstellen sollte. Wir entz&#252;ndeten ein Lagerfeuer, einige wuschen noch W&#228;sche, andere bereiteten ein Essen aus all dem vor, was sich in den Rucks&#228;cken der Teams finden lies, man sa&#223; anschlie&#223;end zusammen am Lagerfeuer und es wurde eigentlich ein recht sch&#246;ner Abend. Soweit ich mich erinnere war es nach Mitternacht, bis der Letzte in den Schlafsack kroch. Die Temperaturen waren wieder stark gefallen; es war knapp &#252;ber Null. Die erste Woche „Peking Express“ war geschafft und es kehrte so etwas wie Routine ein. Man wusste, mit wem man „konnte“ und wer einem weniger sympathisch war. Andererseits sah man die anderen Teams i.d.R. ja doch nur am Etappenziel, und es spielte eigentlich keine gro&#223;e Rolle, wie man mit wem auskam. Auch da wurden wir auf einer sp&#228;teren Etappe deutlich eines Besseren belehrt...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der vierte und letzte Tag:</p>
<p>Am letzten Tag der Etappe war der Trampstart f&#252;r 9:00 Uhr angesetzt. Bereits am Vorabend war uns eine Regel&#228;nderung mitgeteilt worden. Bisher durfte man die gefundene Unterkunft so zeitig verlassen, da&#223; man p&#252;nktlich zum offiziellen Start am Strassenrand stehen konnte. In Zukunft durfte man erst zum Startzeitpunkt die Unterkunft verlassen und zur Strasse laufen. Das bedeutete, da&#223; zuk&#252;nftig die Wahl der Unterkunft noch wichtiger sein w&#252;rde. Lag sie weit von der Strasse entfernt, w&#252;rde man wertvolle Zeit verlieren, bis man ein Auto anhalten konnte. Eine halbe Stunde Marsch bis zu Strasse konnte sich in ca. 50 Kilometer R&#252;ckstand verwandeln, wenn ein anderes Team direkt an der Strasse &#252;bernachtete und sofort ein Auto fand.<br />
Wir verbrachten die Zeit bis 9:00 Uhr damit, in einem Magazin neben dem Hotel noch ein paar billige Kekse zu kaufen und mit Wasser als Fr&#252;hst&#252;ck zu &#8220;geniessen&#8221;. Endlich wurde es Neun und wir marschierten los. Bis zum Ortsausgang, wo die beste Chance bestand ein Fahrzeug anhalten zu k&#246;nnen, liefen wir ca. 20 Minuten, so da&#223; wir gegen halb Zehn ernsthaft mit Trampen beginnen konnten. Eine weitere Schwierigkeit bestand darin, da&#223; es von Nijasnepetrovsk nach Jekaterinburg eine Vielzahl von Strassen und Str&#228;&#223;chen gab. Welche man nahm, war mehr oder weniger dem Zufall &#252;berlassen, bzw, hing von dem Auto ab, welches man anhielt. Das machte es aber auch Unm&#246;glich, zu bemerken, ob ein anderes Team auf einer anderen Strasse vielleicht gerade die F&#252;hrung &#252;bernahm.<br />
Auch dieser Tag begann recht z&#228;h. Wir fanden zwar schnell ein Auto, welches uns ein paar Kilometer mitnahm, aber es schien wieder so zu sein, das die ganze Restetappe zum &#8220;St&#252;ckwerk&#8221; werden w&#252;rde. Ein Auto zu finden, das bis zum Etappenziel fahren w&#252;rde, schien nicht m&#246;glich. Nach einem weiteren Kurztrip standen wir am Strassenrand, als bei unserem Team Hektik ausbrach. Wir bemerkten, wie heftige Telefonate mit der Produktionsleitung gef&#252;hrt wurden, wie man die K&#246;pfe zusammensteckte und &#252;ber irgendetwas beriet, wie man nochmal telefonierte und &#252;ber irgendetwas sehr aufgeregt war. Nach einiger Zeit kam Sascha, der begleitende Reporter, zu uns. Sasche geh&#246;rte zu denjenigen, die sich sehr streng an die Anweisung &#8220;Dont´talk to the contestents!&#8221; hielt. Er achtete immer darauf, da&#223; sich keine Bindung zwischen Begleitung und Kandidaten entwickeln konnte, da&#223; man v&#246;llig neutral und unparteiisch war, da&#223; es keine Bevorzugung oder Benachteiligung, keine Behinderung oder Hilfestellung seitens des begletiteam gab. Unso mehr &#252;berraschte uns seine Ansage, sofort ins Teamauto zu steigen. Man w&#252;rde uns 50 Km weiter fahren! Eine Begr&#252;ndung hierf&#252;r gab es nicht. Es gab &#252;berhaupt keine weitere Aussagen und wir fingen nat&#252;rlich an zu spekulieren. Irgendetwas musste schief gelaufen sein &#8211; soviel stand fest. Hatte man vielleicht entschieden, aus Zeitgr&#252;nden die anderen Teams auf dem direkten Weg von Miass nach Jekaterinburg zu schicken, ohne den Umweg &#252;ber Nijasnepetrovsk? Waren wir vielleicht die einzigen, die jetzt diesen Umweg machen mussten? War irgend etwas passiert?<br />
Niemand gab uns eine Erkl&#228;rung. Wir erfuhren erst sp&#228;ter, was sich tats&#228;chlich abgespielt hatte: Am Abend vorher war von der Produktion entschieden worden, den Trampstart um eine Stunde vorzuverlegen, um den Team ausreichend Zeit zu geben, das Ziel zu erreichen. Daraufhin hatte die Produktionsleitung alle Teams telefonisch dar&#252;ber informiert &#8211; alle, ausser unser Team! Niemand hatte unsere Begleiter angerufen, und somit waren wir tats&#228;chlich eine Stunde sp&#228;ter gestartet, als alle anderen. Da durch den langsamen Bus am Vortag und den schnell aufschliessenden Kandidatenteams in angehaltenen Autos unser gewonnener, ach so gro&#223;er Vorsprung sowieso schon stark geschrumpft war, bestand nat&#252;rlich die Gefahr, da&#223; wir durch dieses Vers&#228;umnis bereits jetzt zur&#252;ckgefallen waren. Nun versuchte man, dies dadurch wieder auszugleichen, da&#223; man uns 50 Km weiterbrachte. 50 Km entsprachen zwar nur etwa 30 bis 40 Minuten tats&#228;chlicher Fahrzeit in einem PKW, aber wahrscheinlich rechnete man auch noch eine theoretische „Standzeit“ ein und kam so auf diese Zahl. Wie auch immer. Wir waren verdutzt, stiegen ein, und wurden exakt 50 Km weiter wieder ausgeladen. Mitten im Nirgendwo, was die Sache nun auch nicht wirklich erleichterte. Wir hatten gro&#223;e Probleme, von dort weiterzukommen und verloren viel Zeit. Dann gelang es uns, einige Zeit in einem langsamen LKW mitzufahren, und danach nahm uns ein Taxifahrer mit, der sich bereiterkl&#228;rte, uns bis zum Etappenziel zu fahren. Um es kurz zu mache – wir kamen tats&#228;chlich als erste an, knapp vor Hans-J&#246;rgen und Eva. Man parkte uns in einem Vorraum eines B&#252;ros, wo Eva v&#246;llig ersch&#246;pft auf dem Sofa einschlief. Ich schlich mich heimlich raus (was eigentlich verboten war) um in einem kleine Laden etwas zum Essen und Trinken zu besorgen. Niemand k&#252;mmerte sich um uns. Wir warteten einige Stunden, bis schlie&#223;lich alle Teams eingetroffen waren. Dann ging es zum Filmen des Rankings.<br />
Wir wurden in einen Raum gesetzt, Patrice laberte seinen Sermon herunter und erst jetzt erfuhren die anderen Teams, wie sie abgeschnitten hatten.<br />
Wir lagen zusammen mit Marc und Anja in der Gesamtwertung auf dem ersten Platz. Das bedeutete eigentlich schon, da&#223; wir unserem gro&#223;en Ziel, dem Baikalsee, ein ganzes St&#252;ck n&#228;her gekommen waren. Kim und Nadine hatten &#252;berraschend aufgegeben, was Klaus und Norbert vor dem Aussscheiden rettete. Bis zum Baikalsee w&#252;rde es nur noch zwei Ausscheidungsetappen geben. Durch unseren Punktevorsprung vor den beiden letztplatzierten Teams, war es fast unm&#246;glich, da&#223; es uns auf diesen beiden Etappen treffen w&#252;rde. Wir w&#252;rden schon auf jeder der vier folgenden Etappen Letzte sein m&#252;ssen, und die drei Letztplatzierten m&#252;ssten sich st&#228;ndig wechselnd die ersten drei Pl&#228;tze teilen. Diese Kombination erschien uns relativ unwahrscheinlich, da es f&#252;r den letzten Platz jetzt zwei Punkte, und nach dem Ausscheiden eines weiteren Team sogar 3 Punkte, w&#228;hrend es f&#252;r den ersten Platz weiterhin nur 8 Punkte geben w&#252;rde. Es erwies sich, da&#223; es rechnerisch besonders auf den beiden ersten Etappen &#228;u&#223;erst wichtig war, nicht hinten zu landen, da man dies nur sehr schwer auf den Folgeetappen ausgleichen konnte.</p>
<p>Als wir in unserem Zeltcamp auf einer malerischen Wiese an einem kleine See waren, war es sogar noch hell, etwas, was sich als Ausnahme herausstellen sollte. Wir entz&#252;ndeten ein Lagerfeuer, einige wuschen noch W&#228;sche, andere bereiteten ein Essen aus all dem vor, was sich in den Rucks&#228;cken der Teams finden lies, man sa&#223; anschlie&#223;end zusammen am Lagerfeuer und es wurde eigentlich ein recht sch&#246;ner Abend. Soweit ich mich erinnere war es nach Mitternacht, bis der Letzte in den Schlafsack kroch. Die Temperaturen waren wieder stark gefallen; es war knapp &#252;ber Null. Die erste Woche „Peking Express“ war geschafft und es kehrte so etwas wie Routine ein. Man wusste, mit wem man „konnte“ und wer einem weniger sympathisch war. Andererseits sah man die anderen Teams i.d.R. ja doch nur am Etappenziel, und es spielte eigentlich keine gro&#223;e Rolle, wie man mit wem auskam. Auch da wurden wir auf einer sp&#228;teren Etappe deutlich eines Besseren belehrt&#8230;</p>
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		<title>Kommentar zu Video, ein zeitraubendes Hobby von Harald</title>
		<link>http://tramper.webmg.de/2008/02/05/video-ein-zeitraubendes-hobby/comment-page-1/#comment-42</link>
		<dc:creator>Harald</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Feb 2008 23:11:24 +0000</pubDate>
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		<description>Jetzt Tag 3 der zweiten Etappe:

Am Morgen mussten wir ohne Fr&#252;hst&#252;ck auskommen, die immer noch vom abendlichen Waschen feuchten Kleidungsst&#252;cke wurden irgendwie eingepackt und wir marschierten zur&#252;ck an die Hauptstrasse. Wir erwischten schnell das erste Auto des Tages und begannen, uns nach Miass durchzuschlagen, wo ein Bonusspiel stattfinden w&#252;rde, an dem allerdings nur die ersten drei Teams teilnehmen durften. 
Ich habe keine genaue Erinnerung mehr an die Abfolge der Autos, aber es waren viele. Woran ich mich noch erinnere, ist, da&#223; wir unterwegs einmal &#252;berholt wurden (ich wei&#223; nicht mehr, von wem) und auch einmal ein anderes Team &#252;berholten. Jedenfalls war es eine Abfolge vieler ziemlich kurzer Abschnitte in verschiedenen Autos, teilweise nur f&#252;r jeweils 5 oder 10 Km. Es ging ziemlich z&#228;h vorw&#228;rts. Einmal war auch ein langsamer LKW darunter, einmal ein &#228;lteres Ehepaar. Irgendwie kamen wir jedoch immer vorw&#228;rts und standen nie irgendwo wirklich lange am Strassenrand. Ohne unser Tagebuch kann ich die Einzelheiten leider nicht mehr aus dem Ged&#228;chtnis rekonstruieren. Jedenfalls kamen wir schlu&#223;endlich in Miass an und fanden auch schnell das Automobilmuseum. Eva und ich rannten hinein. Auf einer Treppe hoch in den ersten Stock blieb Eva stehen um einen offenen Schn&#252;rsenkel zuzumachen. Irgendwie hatte ich ein seltsames gef&#252;hl dabei und sagte zu ihr, sie solle das sp&#228;ter machen und nicht jetzt. Mit einem offenen Schuh ging sie weiter und wir fanden dann den Checkpoint - und nur 30 Sekunden sp&#228;ter kamen Stefan und Steffen an! H&#228;tte Eva sich die Trekkingschuhe neu verschn&#252;rt, was doch eine gewisse Zeit dauert,   wer wei&#223; ob wir nicht auf dem letzten Meter noch abgefangen worden w&#228;ren. Wir waren als Dritte angekommen und durften am Soiel teilnehmen.
Es ging hinaus auf das Testgel&#228;nde der URAL-Truck Company, wo ein Rundkurs abgesteckt worden war. Nchdem die Teilnehmer der holl&#228;ndisch/belgischen Staffel im Vorjahr zwei nagelneue LKWs komplett geschrottet hatten, war das Spiel bei uns anders. Die Holl&#228;nder mussten noch einen extremen Abhang runterfahren und wurden von Testfahrern der Firma bewertet. Dabei gab´s Achsbr&#252;che und irre Sch&#228;den an den Fahrzeugen. Diesmal hatte man sich hingegen f&#252;r ein 3-Runden-Rennen entschieden, wobei gegen Ende nur ein kleiner Abhang zu bew&#228;ltigen war. Es war tats&#228;chlich der Kurs, auf dem die LKWs getestet wurden und kein Strassenkurs. Sand, Ger&#246;ll, Schlamm, Steine und alles, was man so bei einem gel&#228;ndeg&#228;ngigen Truck testen will...
Jeder der Fahrer aus den drei Teams durfte zun&#228;chst auf dem Beifahrersitz Platz nehmen und einem Testfahrer bei einer Demorunde zusehen. Dann durfte man selber EINE Runde drehen, um den LKW kennenzulernen. Kein synchronisiertes Getriebe, keine Servolenkung - daf&#252;r aber Dreipunktgurte! Die Holl&#228;nder hatte es bei  einem der Unf&#228;lle ganz ordentlich durchgesch&#252;ttelt und einer hatte sich die Schulter dabei verrenkt. Nun wollte man kein Risiko eingehen. So ganz ungef&#228;hrlich war es wohl nicht, uns unerfahrene &quot;Testfahrer&quot; mit diesen Maschinen in ein Rennen zu schicken.
Marc, als professioneller Stuntman, war sich wohl ziemlich sicher, mit seiner Erfahrung in verschiedenen Fahrzeugen und unter extremen Bedingungen einen Vorteil zu haben und das Rennen zu gewinnen. Der Preis war ein sehr gro&#223;er Vorsprung, der fast schon Entscheidend f&#252;r den Ausgang der Etappe sein w&#252;rde. Zun&#228;chst musste man, nach den Startsignal, r&#252;ckw&#228;rts mit allen R&#228;dern &#252;ber einen dicken Baumstamm fahren, den Beifahrer (Teampartner)  Zusteigen lassen und dann auf das Rennen &#252;ber drei Runden gehen. In der letzten Runde musste man rechts nach innen abbiegen, kurz anhalten und im ersten Gang (dies war so ausdr&#252;cklich vorgeschrieben worden!) einen steilen Abhang hinunterfahren. Dort musste zun&#228;chst der Motor abgeschaltet werden, erst dann durfte man aussteigen und musste eine in jedem Truck liegende Fahne in einen Autoreifen stecken. Wer seine Fahne zuerst dort drin hatte, war der Sieger.

Patrice gab den Countdown und es ging los!
Ich bretterte r&#252;ckw&#228;rts &#252;ber den Baumstamm, wobei es mir v&#246;llig Wurscht war, ob an dem LKW alles heil blieb. War ja nicht meiner...
Eva sprang rein, schnallte sich an und los ging die wilde Hatz. Mir war klar, da&#223; &#220;berholen bei gleichwertigen Fahrzeugen und dem recht engen Kurs schwierig sein d&#252;rfte. Also machte ich den „Montoya“: Voll neben den anderen LKWs in die erste Kurve reinhalten und hoffen, da&#223; die anderen zuerst die Nerven verlieren und zur&#252;ckziehen. W&#228;hrend wir auf die erste Kurve zudonnerten fiel Marc pl&#246;tzlich zur&#252;ck. Wie wir sp&#228;ter erfuhren, hatte er sich verschaltet. Neben mir fuhren die M&#228;dels, aber ich blieb voll auf dem Gas, schlitterte scharf rechts in die erste Kurve, brachte den Monstertruck tats&#228;chlich ins Schleudern, ri&#223; rechts eine Streckenbegrenzung ab und musste froh sein, nicht seitlich die B&#246;schung runterzukugeln. Drei- oder viermal wild hin- und herschwenkend, wie ein Wilder am Lenkrad kurbelnd um das Ding wieder zu stabilisieren, setzte ich mich vor Pia und Janine und nahm mir vor: „An uns vorbei? Nur &#252;ber meine Leiche!“
Schlie&#223;lich hatte ich als Formel-1-Fan einen Ruf zu verlierenn. Der n&#228;chste Schumi war geboren – ich hatte einen Riesenspa&#223;! Gerne w&#228;re ich l&#228;nger gefahren, aber die drei Runden gingen schnell vorbei. Inzwischen lag Marc hinter uns. Er hatte es geschafft, die M&#228;dels zu &#252;berholen. Jetzt wurden wir abgewinkt, bogen nach rechts ab, hielten kurz an, den ersten Gang rein, den Abhang runtergekracht, Motor aus – Sch..., ich hatte mich im Gurt verfangen! Eva war schon draussen, Marc parkte gerade neben uns, und Eva schrie: „Los, komm endlich!“. Ich fiel halb aus dem LKW, rannte mit Eva zu Patrice und dem Autoreifen, gab meinem Schatz noch einen kr&#228;ftigen Schubs in den R&#252;cken, der sie fast in den Reifen warf – und sie steckte unsere Fahne nur 1 oder 2 Sekunden vor Anja in den Sand! Gewonnen! Sieger des Grand Prix von Miass! Held der Piste! Wo war mein Vertrag bei Ferrari?
Es gab leider keinen Formel 1 Vertrag, aber eine Fahrt &#252;ber ca. 180 Km in einem alten URAL-Bus nach Nijasnepetrovsk, auf halbem Weg zum Etappenziel Jekaterinburg. Das war ein Riesenvorsprung – theoretisch! Leider war die Kiste sehr, sehr lahm, und die anderen durften ja inzwischen weitertrampen. Wenn sie ein schnelles, weit fahrendes Auto erwischten, dann w&#252;rde der Vorsprung ziemlich schrumpfen. Ich wei&#223; allerdings nicht, wie lange nach unserer Abfahrt mit dem Weitertrampen gewartet werden musste. Vielleicht kann ja Hans-J&#246;rgen dazu mal kurz was schreiben. 

Die Fahrt dauerte Stunden. Ich schlief ein wenig, wir a&#223;en eine Kleinigkeit, wir hatten etwas Obst in den Bus gelegt bekommen, und erreichten Nijasnepetrovsk um 22:00Uhr bei str&#246;mendem Regen. Die Schlafplatzsuche gestaltete sich schwierig. Niemand wollte so sp&#228;t noch die T&#252;r &#246;ffnen. Einige Jugendliche zeigten uns ein heruntergekommenes Hotel, in dem wir nach langem hin- und her ein Zimmer erbetteln konnten. Erst wollte man nicht, dann hatte man aber wohl Mitleid mit uns. Vielleicht half es ja auch, da&#223; unser Begleitteam dort ebenfalls (allerdings gegen Bezahlung) Zimmer nahm...
Wir wollten noch etwas Essen gehen. Nebenan war eine Mischung aus Disko und Restaurant, wohin wir uns begaben. Unser Kameramann kam zu uns und sagte, man habe f&#252;r uns einen Bodyguard organisiert, da sich vor der Disko eine Horde schwer betrunkener Jugendlicher herumtreiben w&#252;rde. Wir sollten keinesfalls alleine zur&#252;ck zum Hotel gehen, sondern nur in seiner Begleitung. Wir hielten das zwar f&#252;r &#220;bertrieben, schlie&#223;lich waren das die gleichen Jugendlichen, wenn auch inzwischen ziemlich abgef&#252;llt, die uns zum Hotel gef&#252;hrt hatten, aber, wenn´s das Team beruhigt...
Der Kameramann verschwand und wir sa&#223;en alleine im Restaurant mit unserem Bodyguard und einigen &#252;berm&#228;&#223;ig geschminkten Dorfsch&#246;nheiten. Die Glitzerkugel an der Decke dreht sich, Diskomusik dr&#246;hnte, unser Bodyguard gab uns einen Wodka aus (was er bestimmt nicht durfte!) und wir bestellten Nudeln – wie immer das billigste Gericht auf der Karte. Kostete 9 Rubel oder so (ca. 25 Cent). Die nette Bedienung fragte uns, ob wir ein Schnitzelchen dazu haben m&#246;chten und wir sagten begeistert „Ja“. Wir h&#228;tten besser fragen sollen, ob und was das kostet. Aber wir waren so &#252;berm&#252;det, da&#223; wir einfach nicht nachdachten. Es war superlecker  - und dann kam die Rechnung: Die „Schnitzelchen“ kosteten zusammen &#252;ber 100 Rubel! Soviel hatten wir &#252;berhaupt nicht. Wir machten die Situation klar, soweit das mit den wenigen Brocken Russisch unsererseits und einigen Worten Englisch seitens der Bedienung ging. Schlie&#223;lich schenkte man uns das Fleisch – und noch einen Wodka dazu. Unser Bodyguard brachte uns ins Hotel. Es waren &#252;berhaupt keine Jugendlichen auf der Strasse zu sehen. Aber als Racing-Star kann man ja ruhig mal mit Bodyguard &#252;ber die Strasse laufen!
Wir schliefen schnell ein, es d&#252;rfte inzwischen nach Mitternacht geworden sein, und freuten uns auf den n&#228;chsten Tag. Diese Etappe konnten wir eigentlich ja nicht mehr verlieren – dachten wir...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt Tag 3 der zweiten Etappe:</p>
<p>Am Morgen mussten wir ohne Fr&#252;hst&#252;ck auskommen, die immer noch vom abendlichen Waschen feuchten Kleidungsst&#252;cke wurden irgendwie eingepackt und wir marschierten zur&#252;ck an die Hauptstrasse. Wir erwischten schnell das erste Auto des Tages und begannen, uns nach Miass durchzuschlagen, wo ein Bonusspiel stattfinden w&#252;rde, an dem allerdings nur die ersten drei Teams teilnehmen durften.<br />
Ich habe keine genaue Erinnerung mehr an die Abfolge der Autos, aber es waren viele. Woran ich mich noch erinnere, ist, da&#223; wir unterwegs einmal &#252;berholt wurden (ich wei&#223; nicht mehr, von wem) und auch einmal ein anderes Team &#252;berholten. Jedenfalls war es eine Abfolge vieler ziemlich kurzer Abschnitte in verschiedenen Autos, teilweise nur f&#252;r jeweils 5 oder 10 Km. Es ging ziemlich z&#228;h vorw&#228;rts. Einmal war auch ein langsamer LKW darunter, einmal ein &#228;lteres Ehepaar. Irgendwie kamen wir jedoch immer vorw&#228;rts und standen nie irgendwo wirklich lange am Strassenrand. Ohne unser Tagebuch kann ich die Einzelheiten leider nicht mehr aus dem Ged&#228;chtnis rekonstruieren. Jedenfalls kamen wir schlu&#223;endlich in Miass an und fanden auch schnell das Automobilmuseum. Eva und ich rannten hinein. Auf einer Treppe hoch in den ersten Stock blieb Eva stehen um einen offenen Schn&#252;rsenkel zuzumachen. Irgendwie hatte ich ein seltsames gef&#252;hl dabei und sagte zu ihr, sie solle das sp&#228;ter machen und nicht jetzt. Mit einem offenen Schuh ging sie weiter und wir fanden dann den Checkpoint &#8211; und nur 30 Sekunden sp&#228;ter kamen Stefan und Steffen an! H&#228;tte Eva sich die Trekkingschuhe neu verschn&#252;rt, was doch eine gewisse Zeit dauert,   wer wei&#223; ob wir nicht auf dem letzten Meter noch abgefangen worden w&#228;ren. Wir waren als Dritte angekommen und durften am Soiel teilnehmen.<br />
Es ging hinaus auf das Testgel&#228;nde der URAL-Truck Company, wo ein Rundkurs abgesteckt worden war. Nchdem die Teilnehmer der holl&#228;ndisch/belgischen Staffel im Vorjahr zwei nagelneue LKWs komplett geschrottet hatten, war das Spiel bei uns anders. Die Holl&#228;nder mussten noch einen extremen Abhang runterfahren und wurden von Testfahrern der Firma bewertet. Dabei gab´s Achsbr&#252;che und irre Sch&#228;den an den Fahrzeugen. Diesmal hatte man sich hingegen f&#252;r ein 3-Runden-Rennen entschieden, wobei gegen Ende nur ein kleiner Abhang zu bew&#228;ltigen war. Es war tats&#228;chlich der Kurs, auf dem die LKWs getestet wurden und kein Strassenkurs. Sand, Ger&#246;ll, Schlamm, Steine und alles, was man so bei einem gel&#228;ndeg&#228;ngigen Truck testen will&#8230;<br />
Jeder der Fahrer aus den drei Teams durfte zun&#228;chst auf dem Beifahrersitz Platz nehmen und einem Testfahrer bei einer Demorunde zusehen. Dann durfte man selber EINE Runde drehen, um den LKW kennenzulernen. Kein synchronisiertes Getriebe, keine Servolenkung &#8211; daf&#252;r aber Dreipunktgurte! Die Holl&#228;nder hatte es bei  einem der Unf&#228;lle ganz ordentlich durchgesch&#252;ttelt und einer hatte sich die Schulter dabei verrenkt. Nun wollte man kein Risiko eingehen. So ganz ungef&#228;hrlich war es wohl nicht, uns unerfahrene &#8220;Testfahrer&#8221; mit diesen Maschinen in ein Rennen zu schicken.<br />
Marc, als professioneller Stuntman, war sich wohl ziemlich sicher, mit seiner Erfahrung in verschiedenen Fahrzeugen und unter extremen Bedingungen einen Vorteil zu haben und das Rennen zu gewinnen. Der Preis war ein sehr gro&#223;er Vorsprung, der fast schon Entscheidend f&#252;r den Ausgang der Etappe sein w&#252;rde. Zun&#228;chst musste man, nach den Startsignal, r&#252;ckw&#228;rts mit allen R&#228;dern &#252;ber einen dicken Baumstamm fahren, den Beifahrer (Teampartner)  Zusteigen lassen und dann auf das Rennen &#252;ber drei Runden gehen. In der letzten Runde musste man rechts nach innen abbiegen, kurz anhalten und im ersten Gang (dies war so ausdr&#252;cklich vorgeschrieben worden!) einen steilen Abhang hinunterfahren. Dort musste zun&#228;chst der Motor abgeschaltet werden, erst dann durfte man aussteigen und musste eine in jedem Truck liegende Fahne in einen Autoreifen stecken. Wer seine Fahne zuerst dort drin hatte, war der Sieger.</p>
<p>Patrice gab den Countdown und es ging los!<br />
Ich bretterte r&#252;ckw&#228;rts &#252;ber den Baumstamm, wobei es mir v&#246;llig Wurscht war, ob an dem LKW alles heil blieb. War ja nicht meiner&#8230;<br />
Eva sprang rein, schnallte sich an und los ging die wilde Hatz. Mir war klar, da&#223; &#220;berholen bei gleichwertigen Fahrzeugen und dem recht engen Kurs schwierig sein d&#252;rfte. Also machte ich den „Montoya“: Voll neben den anderen LKWs in die erste Kurve reinhalten und hoffen, da&#223; die anderen zuerst die Nerven verlieren und zur&#252;ckziehen. W&#228;hrend wir auf die erste Kurve zudonnerten fiel Marc pl&#246;tzlich zur&#252;ck. Wie wir sp&#228;ter erfuhren, hatte er sich verschaltet. Neben mir fuhren die M&#228;dels, aber ich blieb voll auf dem Gas, schlitterte scharf rechts in die erste Kurve, brachte den Monstertruck tats&#228;chlich ins Schleudern, ri&#223; rechts eine Streckenbegrenzung ab und musste froh sein, nicht seitlich die B&#246;schung runterzukugeln. Drei- oder viermal wild hin- und herschwenkend, wie ein Wilder am Lenkrad kurbelnd um das Ding wieder zu stabilisieren, setzte ich mich vor Pia und Janine und nahm mir vor: „An uns vorbei? Nur &#252;ber meine Leiche!“<br />
Schlie&#223;lich hatte ich als Formel-1-Fan einen Ruf zu verlierenn. Der n&#228;chste Schumi war geboren – ich hatte einen Riesenspa&#223;! Gerne w&#228;re ich l&#228;nger gefahren, aber die drei Runden gingen schnell vorbei. Inzwischen lag Marc hinter uns. Er hatte es geschafft, die M&#228;dels zu &#252;berholen. Jetzt wurden wir abgewinkt, bogen nach rechts ab, hielten kurz an, den ersten Gang rein, den Abhang runtergekracht, Motor aus – Sch&#8230;, ich hatte mich im Gurt verfangen! Eva war schon draussen, Marc parkte gerade neben uns, und Eva schrie: „Los, komm endlich!“. Ich fiel halb aus dem LKW, rannte mit Eva zu Patrice und dem Autoreifen, gab meinem Schatz noch einen kr&#228;ftigen Schubs in den R&#252;cken, der sie fast in den Reifen warf – und sie steckte unsere Fahne nur 1 oder 2 Sekunden vor Anja in den Sand! Gewonnen! Sieger des Grand Prix von Miass! Held der Piste! Wo war mein Vertrag bei Ferrari?<br />
Es gab leider keinen Formel 1 Vertrag, aber eine Fahrt &#252;ber ca. 180 Km in einem alten URAL-Bus nach Nijasnepetrovsk, auf halbem Weg zum Etappenziel Jekaterinburg. Das war ein Riesenvorsprung – theoretisch! Leider war die Kiste sehr, sehr lahm, und die anderen durften ja inzwischen weitertrampen. Wenn sie ein schnelles, weit fahrendes Auto erwischten, dann w&#252;rde der Vorsprung ziemlich schrumpfen. Ich wei&#223; allerdings nicht, wie lange nach unserer Abfahrt mit dem Weitertrampen gewartet werden musste. Vielleicht kann ja Hans-J&#246;rgen dazu mal kurz was schreiben. </p>
<p>Die Fahrt dauerte Stunden. Ich schlief ein wenig, wir a&#223;en eine Kleinigkeit, wir hatten etwas Obst in den Bus gelegt bekommen, und erreichten Nijasnepetrovsk um 22:00Uhr bei str&#246;mendem Regen. Die Schlafplatzsuche gestaltete sich schwierig. Niemand wollte so sp&#228;t noch die T&#252;r &#246;ffnen. Einige Jugendliche zeigten uns ein heruntergekommenes Hotel, in dem wir nach langem hin- und her ein Zimmer erbetteln konnten. Erst wollte man nicht, dann hatte man aber wohl Mitleid mit uns. Vielleicht half es ja auch, da&#223; unser Begleitteam dort ebenfalls (allerdings gegen Bezahlung) Zimmer nahm&#8230;<br />
Wir wollten noch etwas Essen gehen. Nebenan war eine Mischung aus Disko und Restaurant, wohin wir uns begaben. Unser Kameramann kam zu uns und sagte, man habe f&#252;r uns einen Bodyguard organisiert, da sich vor der Disko eine Horde schwer betrunkener Jugendlicher herumtreiben w&#252;rde. Wir sollten keinesfalls alleine zur&#252;ck zum Hotel gehen, sondern nur in seiner Begleitung. Wir hielten das zwar f&#252;r &#220;bertrieben, schlie&#223;lich waren das die gleichen Jugendlichen, wenn auch inzwischen ziemlich abgef&#252;llt, die uns zum Hotel gef&#252;hrt hatten, aber, wenn´s das Team beruhigt&#8230;<br />
Der Kameramann verschwand und wir sa&#223;en alleine im Restaurant mit unserem Bodyguard und einigen &#252;berm&#228;&#223;ig geschminkten Dorfsch&#246;nheiten. Die Glitzerkugel an der Decke dreht sich, Diskomusik dr&#246;hnte, unser Bodyguard gab uns einen Wodka aus (was er bestimmt nicht durfte!) und wir bestellten Nudeln – wie immer das billigste Gericht auf der Karte. Kostete 9 Rubel oder so (ca. 25 Cent). Die nette Bedienung fragte uns, ob wir ein Schnitzelchen dazu haben m&#246;chten und wir sagten begeistert „Ja“. Wir h&#228;tten besser fragen sollen, ob und was das kostet. Aber wir waren so &#252;berm&#252;det, da&#223; wir einfach nicht nachdachten. Es war superlecker  &#8211; und dann kam die Rechnung: Die „Schnitzelchen“ kosteten zusammen &#252;ber 100 Rubel! Soviel hatten wir &#252;berhaupt nicht. Wir machten die Situation klar, soweit das mit den wenigen Brocken Russisch unsererseits und einigen Worten Englisch seitens der Bedienung ging. Schlie&#223;lich schenkte man uns das Fleisch – und noch einen Wodka dazu. Unser Bodyguard brachte uns ins Hotel. Es waren &#252;berhaupt keine Jugendlichen auf der Strasse zu sehen. Aber als Racing-Star kann man ja ruhig mal mit Bodyguard &#252;ber die Strasse laufen!<br />
Wir schliefen schnell ein, es d&#252;rfte inzwischen nach Mitternacht geworden sein, und freuten uns auf den n&#228;chsten Tag. Diese Etappe konnten wir eigentlich ja nicht mehr verlieren – dachten wir&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Video, ein zeitraubendes Hobby von Carsten</title>
		<link>http://tramper.webmg.de/2008/02/05/video-ein-zeitraubendes-hobby/comment-page-1/#comment-41</link>
		<dc:creator>Carsten</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Feb 2008 10:14:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tramper.webmg.de/2008/02/05/video-ein-zeitraubendes-hobby/#comment-41</guid>
		<description>Danke Harald f&#252;r deine Schilderungen. Auch von dir sehr interessant.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke Harald f&#252;r deine Schilderungen. Auch von dir sehr interessant.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Video, ein zeitraubendes Hobby von Harald</title>
		<link>http://tramper.webmg.de/2008/02/05/video-ein-zeitraubendes-hobby/comment-page-1/#comment-40</link>
		<dc:creator>Harald</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Feb 2008 21:39:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tramper.webmg.de/2008/02/05/video-ein-zeitraubendes-hobby/#comment-40</guid>
		<description>So, ich mach´ dann mal weiter...
Eines vorweg: entgegen der bei RTL gemachten Aussage, war dies in Wahrheit eine 4-Tage-, und keine 3-Tage-Etappe!

Am n&#228;chsten Morgen hatten wir ein l&#228;ngeres Interview auf dem Programm (wie jeden Tag), bevor es wieder losging. Wir waren um Neun am Rasthaus, aber der Russe kam leider nicht. Auf der Etappenkarte hatten wir uns die Strecke mit dem Riesenumweg angesehen und waren nicht wirklich optimistisch eingestellt. Wir bekamen einen Kurzlift f&#252;r etwa 5 oder 10 Kilometer, dann standen wir wieder am Strassenrand. Kurz darauf fuhr ein Bus vorbei, mit der Zielaufschrift &quot;Ufa&quot;. Wir hielten ihn an und fragten, ob man uns auch ohne Bezahlung mitnehmen w&#252;rde. Das Problem mit Bussen war allerdings, da&#223; sie zwar weite Strecken &#252;berbr&#252;cken, aber erstens sehr langsam sind (uralte &quot;Gurken&quot;) und zweitens an jedem kleinen Weiler anhalten und auch schon mal l&#228;ngere Pausen einlegen. Aber besser langsam gefahren, als dauernd am Strassenrand gestanden...
Wir fuhren dann so etwa 50 Km mit, bis wir zu einer Art Busbahnhof in einer etwas gr&#246;&#223;eren Stadt (naja, St&#228;dtchen) kamen. Dort gab es erstmal Probleme mit einem &quot;Offiziellen&quot; der Busgesellschaft, der uns ohne Bezahlung nicht weiter mitnehmen wollte. Nachdem wir das mit viel Bitten und Betteln gekl&#228;rt hatten, sprang der Motor nicht mehr an und ein Mechaniker begann eine Reparatur. Das schien sich hinzuziehen. Dann sahen wir auch noch ein anderes Team, welches an uns vorbeifuhr. Noch jemand, der die Nordroute gew&#228;hlt hatte und jetzt den Umweg machen musste.
Wir entschieden uns, eine andere, schnellere Fortbewegungsart zu finden - also hinstellen und Autos anhalten...
Pl&#246;tzlich kamen f&#252;nf nagelneue Busse an uns vorbeigerauscht. Der letzte hielt an! Es sa&#223; nur ein Fahrer drin, der uns erz&#228;hlte, man sei auf einer &#220;berf&#252;hrungsfahrt vom Werk nach Kasachstan und er k&#246;nne uns problemlos bis Ufa mitnehmen - ihm sei sowieso langweilig so alleine im Bus. Hurra! Das hie&#223;, da&#223; wir jetzt in einem neuen, schnellen Bus, der nirgendwo anhalten w&#252;rde, hunderte von Kilometern mitfahren konnten! Das ging auch eine Weile recht gut, wir teilten uns Kekse und Tee, bis unser Teamfahrzeug, welches immer hinterher fuhr, pl&#246;tzlich verschwunden war. Es gab die klare Anweisung, da&#223; es die Verantwortung der Kandidaten sein, stets darauf zu achten, da&#223; das Begleitfahrzeug immer hinter dem Trampfahrzeug mitkommen w&#252;rde. Sollte man es verlieren, hatte man unverz&#252;glich anzuhalten, auszusteigen, und zu warten, bis es erschien. Sollte es nicht kommen (Unfall, Verfahren oder sonstiges - kann ja passieren), gab es f&#252;r Notf&#228;lle ein versiegeltes Iridium-Sat-Telefon bei jedem Team, welches dann, und nur dann, benutzt werden durfte, um weitere Instruktionen einzuholen. Aus Sicherheitsgr&#252;nden war es untersagt, komplett alleine zu trampen, ohne zumindest lockere &#220;berwachung durch das Begleitteam. Wir bef&#252;rchteten nat&#252;rlich, da&#223; unser freundlicher Busfahrer nicht warten w&#252;rde, bis unser Begleitfahrzeug irgendwann wieder auftaucht. Aber er war super nett: Er lies seine vier Kollegen davonziehen, sagte, er m&#252;sse jetzt sowieso mal Pause machen und wartete mit uns. Julia, unsere begleitende Kamerafrau war mit im Bus gewesen, und machte sich gerade bereit (so nach 30, 35 Minuten), das Telefon zusammenzubauen (was ihr und uns aber nicht gelang!), als pl&#246;tzlich unser Begleitfahrzueg am Horizont zu sehen war. Wir machten uns bemerkbar und erfuhren, nachdem es bei uns gestoppt hatte, da&#223; man &quot;verhaftet&quot; worden war, nachdem beim Versuch am Bus dranzubleiben, im &#220;berholverbot &#252;berholt worden war - dummerweise direkt vor den Augen eines am Strassenrand versteckten Polizeiautos...
Nach etwas Diskussion und einigen &quot;Geschenken&quot; an die Polizisten, durfte man dann weiterfahren.

Wir stiegen wieder in den Bus ein und d&#252;sten erneut los. Ein paar Stunden sp&#228;ter, kurz vor Ufa, machte ich dann einen Riesenfehler! Ich war &#252;berzeugt, anhand es Strassenverlauf und der Etappen-Strassenkarte, da&#223; wir in die verkehrte Richtung unterwegs seien. Da der Fahrer nur ein paar Brocken Englisch sprach, und ich nur ein paar Worte Russisch, konnte ich nicht verstehen, was er zu erkl&#228;ren versuchte. Ich bestand darauf, an einer gro&#223;en Strassenkreuzung auszusteigen. Das ich komplett falsch lag, erfuhren wir, als endlich ein englichsprechender Fahrer eines vorbeikommenden Autos uns die genaue Richtung, bzw. den exakten Strassenverlauf erkl&#228;rte. Insgesamt verloren wir ca. 1 Stunde, bis wir wieder unterwegs waren. Dumm gelaufen...

An einer Autobahnauffahrt sahen wir dann Klaus und Norbert vor uns stehen. Sie standen auf der Standspur der Autobahn, was ich nicht f&#252;r besonders klug hielt. Dort w&#252;rde nur ungern jemand anhalten. Wir positionierten uns hingegen unten an der Auffahrt, wo wir auch recht schnell mitgenommen wurden und an den beiden vorbeifuhren. Wahrscheinlich waren sie es gewesen, die uns Stunden vorher am Busbahnhof &#252;berholt hatten.

Wir fuhren noch ca. 1 Stunde oder etwas mehr, bis uns unser Fahrer klarmachte, er w&#252;rde jetzt hier (bei einem kleinen D&#246;rfchen) abbiegen. Also stiegen wir aus um ein neues Fahrzeug zu finden. Es war ja erst 18:00 Uhr, und wir durften an diesem Tag bis 20:00 Uhr trampen. Aber, weit gefehlt! Unser begleitender Reporter, Sascha, sagte pl&#246;tzlich: &quot;&#220;berraschung! Trampstopp!&quot; Wir guckten etwas irritiert, waren aber schlau genug, einen Passanten nach der Uhrzeit zu fragen. Siehe da - wir hatten Zeitzonen &#252;berschritten, und es war tats&#228;chlich dort, wo wir jetzt waren, schon 20:00 Uhr!

Wir marschierten die etwa 2Km ins n&#228;chste D&#246;rfchen, wo wir recht schnell einen Schlafplatz fanden. Dort war eine landwirtschaftliche Schule im Bau, deren Studententrakt fast fertiggestellt war. Die nebenan wohnende Hausmeisterin (oder was immer sie war), erlaubte uns, in einem der bereits fertigen Zimmer zu &#252;bernachten. Au&#223;erdem durften wir ihre Banja (russische Sauna) benutzen, wo wir uns gen&#252;&#223;lich reinigten und unsere W&#228;sche wuschen. Abendessen mussten wir selber machen, aber wir hatten unterwegs in einem &quot;Magazin&quot; (so hei&#223;en die russischen, kleinen Gesch&#228;ftchen), eine billige Dose ravioli&#228;hnliches Zeugs f&#252;r solche Notf&#228;lle gekauft. Da in der halbfertigen K&#252;che eine schon angeschlossen elektrische Heizplatte stand, w&#228;rmten wir die Dose dort auf (da wir keinen Dosen&#246;ffner hatten, war das &#214;ffnen ein komplizierter Akt) und l&#246;ffelten die &quot;Substanz&quot; im Schulhof sitzend direkt aus der Dose. Einen Teil davon teilten wir uns mit einem freundlichen, abgemagerten Hund...

Wir gingen recht fr&#252;h Schlafen und hofften, am n&#228;chsten Tag gut weiterzukommen. Uns allen war ein Umweg durch die Pampa auferlegt worden. Die direkte Route von Ufa nach Miass w&#228;re anscheinend zu einfach gewesen. Jetzt mussten wir versuchen, in Miass unter den ersten Drei zu sein, um am n&#228;chsten Tag am Spiel teilnehmen zu d&#252;rfen. Wir hatten absolut keine Ahnung, auf welcher Position wir lagen, da wir au&#223;er Klaus und Norbert kein anderes Team gesehen hatten, und auch nicht wissen konnten, wer welche Route gew&#228;hlt hatte und wie die anderen vorw&#228;rtsgekommen waren.  Das Spiel und das Rennen machten uns von Tag zu Tag mehr Spa&#223;! Wir lernten nette Leute kennen, mussten pfiffig und geschickt m&#246;glichst schnell vorankommen und hatten supertolle Erlebnisse. Wir wussten, da&#223; wir eine tolle Zeit haben w&#252;rden! Wir sahen &quot;Peking Express&quot; auch als pers&#246;nliche Herausforderung. Wir k&#228;mpften weniger gegen die anderen Teams. An die dachten wir eigentlich eher selten, wir wollten uns selber antreiben und herausfinden, wie schnell man von A nach B kommen konnte. Jedenfalls fanden wir alles nur toll und aufregend! Und es hatte ja eigentlich gerade erst begonnen...

So, morsche geht´s weiter...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>So, ich mach´ dann mal weiter&#8230;<br />
Eines vorweg: entgegen der bei RTL gemachten Aussage, war dies in Wahrheit eine 4-Tage-, und keine 3-Tage-Etappe!</p>
<p>Am n&#228;chsten Morgen hatten wir ein l&#228;ngeres Interview auf dem Programm (wie jeden Tag), bevor es wieder losging. Wir waren um Neun am Rasthaus, aber der Russe kam leider nicht. Auf der Etappenkarte hatten wir uns die Strecke mit dem Riesenumweg angesehen und waren nicht wirklich optimistisch eingestellt. Wir bekamen einen Kurzlift f&#252;r etwa 5 oder 10 Kilometer, dann standen wir wieder am Strassenrand. Kurz darauf fuhr ein Bus vorbei, mit der Zielaufschrift &#8220;Ufa&#8221;. Wir hielten ihn an und fragten, ob man uns auch ohne Bezahlung mitnehmen w&#252;rde. Das Problem mit Bussen war allerdings, da&#223; sie zwar weite Strecken &#252;berbr&#252;cken, aber erstens sehr langsam sind (uralte &#8220;Gurken&#8221;) und zweitens an jedem kleinen Weiler anhalten und auch schon mal l&#228;ngere Pausen einlegen. Aber besser langsam gefahren, als dauernd am Strassenrand gestanden&#8230;<br />
Wir fuhren dann so etwa 50 Km mit, bis wir zu einer Art Busbahnhof in einer etwas gr&#246;&#223;eren Stadt (naja, St&#228;dtchen) kamen. Dort gab es erstmal Probleme mit einem &#8220;Offiziellen&#8221; der Busgesellschaft, der uns ohne Bezahlung nicht weiter mitnehmen wollte. Nachdem wir das mit viel Bitten und Betteln gekl&#228;rt hatten, sprang der Motor nicht mehr an und ein Mechaniker begann eine Reparatur. Das schien sich hinzuziehen. Dann sahen wir auch noch ein anderes Team, welches an uns vorbeifuhr. Noch jemand, der die Nordroute gew&#228;hlt hatte und jetzt den Umweg machen musste.<br />
Wir entschieden uns, eine andere, schnellere Fortbewegungsart zu finden &#8211; also hinstellen und Autos anhalten&#8230;<br />
Pl&#246;tzlich kamen f&#252;nf nagelneue Busse an uns vorbeigerauscht. Der letzte hielt an! Es sa&#223; nur ein Fahrer drin, der uns erz&#228;hlte, man sei auf einer &#220;berf&#252;hrungsfahrt vom Werk nach Kasachstan und er k&#246;nne uns problemlos bis Ufa mitnehmen &#8211; ihm sei sowieso langweilig so alleine im Bus. Hurra! Das hie&#223;, da&#223; wir jetzt in einem neuen, schnellen Bus, der nirgendwo anhalten w&#252;rde, hunderte von Kilometern mitfahren konnten! Das ging auch eine Weile recht gut, wir teilten uns Kekse und Tee, bis unser Teamfahrzeug, welches immer hinterher fuhr, pl&#246;tzlich verschwunden war. Es gab die klare Anweisung, da&#223; es die Verantwortung der Kandidaten sein, stets darauf zu achten, da&#223; das Begleitfahrzeug immer hinter dem Trampfahrzeug mitkommen w&#252;rde. Sollte man es verlieren, hatte man unverz&#252;glich anzuhalten, auszusteigen, und zu warten, bis es erschien. Sollte es nicht kommen (Unfall, Verfahren oder sonstiges &#8211; kann ja passieren), gab es f&#252;r Notf&#228;lle ein versiegeltes Iridium-Sat-Telefon bei jedem Team, welches dann, und nur dann, benutzt werden durfte, um weitere Instruktionen einzuholen. Aus Sicherheitsgr&#252;nden war es untersagt, komplett alleine zu trampen, ohne zumindest lockere &#220;berwachung durch das Begleitteam. Wir bef&#252;rchteten nat&#252;rlich, da&#223; unser freundlicher Busfahrer nicht warten w&#252;rde, bis unser Begleitfahrzeug irgendwann wieder auftaucht. Aber er war super nett: Er lies seine vier Kollegen davonziehen, sagte, er m&#252;sse jetzt sowieso mal Pause machen und wartete mit uns. Julia, unsere begleitende Kamerafrau war mit im Bus gewesen, und machte sich gerade bereit (so nach 30, 35 Minuten), das Telefon zusammenzubauen (was ihr und uns aber nicht gelang!), als pl&#246;tzlich unser Begleitfahrzueg am Horizont zu sehen war. Wir machten uns bemerkbar und erfuhren, nachdem es bei uns gestoppt hatte, da&#223; man &#8220;verhaftet&#8221; worden war, nachdem beim Versuch am Bus dranzubleiben, im &#220;berholverbot &#252;berholt worden war &#8211; dummerweise direkt vor den Augen eines am Strassenrand versteckten Polizeiautos&#8230;<br />
Nach etwas Diskussion und einigen &#8220;Geschenken&#8221; an die Polizisten, durfte man dann weiterfahren.</p>
<p>Wir stiegen wieder in den Bus ein und d&#252;sten erneut los. Ein paar Stunden sp&#228;ter, kurz vor Ufa, machte ich dann einen Riesenfehler! Ich war &#252;berzeugt, anhand es Strassenverlauf und der Etappen-Strassenkarte, da&#223; wir in die verkehrte Richtung unterwegs seien. Da der Fahrer nur ein paar Brocken Englisch sprach, und ich nur ein paar Worte Russisch, konnte ich nicht verstehen, was er zu erkl&#228;ren versuchte. Ich bestand darauf, an einer gro&#223;en Strassenkreuzung auszusteigen. Das ich komplett falsch lag, erfuhren wir, als endlich ein englichsprechender Fahrer eines vorbeikommenden Autos uns die genaue Richtung, bzw. den exakten Strassenverlauf erkl&#228;rte. Insgesamt verloren wir ca. 1 Stunde, bis wir wieder unterwegs waren. Dumm gelaufen&#8230;</p>
<p>An einer Autobahnauffahrt sahen wir dann Klaus und Norbert vor uns stehen. Sie standen auf der Standspur der Autobahn, was ich nicht f&#252;r besonders klug hielt. Dort w&#252;rde nur ungern jemand anhalten. Wir positionierten uns hingegen unten an der Auffahrt, wo wir auch recht schnell mitgenommen wurden und an den beiden vorbeifuhren. Wahrscheinlich waren sie es gewesen, die uns Stunden vorher am Busbahnhof &#252;berholt hatten.</p>
<p>Wir fuhren noch ca. 1 Stunde oder etwas mehr, bis uns unser Fahrer klarmachte, er w&#252;rde jetzt hier (bei einem kleinen D&#246;rfchen) abbiegen. Also stiegen wir aus um ein neues Fahrzeug zu finden. Es war ja erst 18:00 Uhr, und wir durften an diesem Tag bis 20:00 Uhr trampen. Aber, weit gefehlt! Unser begleitender Reporter, Sascha, sagte pl&#246;tzlich: &#8220;&#220;berraschung! Trampstopp!&#8221; Wir guckten etwas irritiert, waren aber schlau genug, einen Passanten nach der Uhrzeit zu fragen. Siehe da &#8211; wir hatten Zeitzonen &#252;berschritten, und es war tats&#228;chlich dort, wo wir jetzt waren, schon 20:00 Uhr!</p>
<p>Wir marschierten die etwa 2Km ins n&#228;chste D&#246;rfchen, wo wir recht schnell einen Schlafplatz fanden. Dort war eine landwirtschaftliche Schule im Bau, deren Studententrakt fast fertiggestellt war. Die nebenan wohnende Hausmeisterin (oder was immer sie war), erlaubte uns, in einem der bereits fertigen Zimmer zu &#252;bernachten. Au&#223;erdem durften wir ihre Banja (russische Sauna) benutzen, wo wir uns gen&#252;&#223;lich reinigten und unsere W&#228;sche wuschen. Abendessen mussten wir selber machen, aber wir hatten unterwegs in einem &#8220;Magazin&#8221; (so hei&#223;en die russischen, kleinen Gesch&#228;ftchen), eine billige Dose ravioli&#228;hnliches Zeugs f&#252;r solche Notf&#228;lle gekauft. Da in der halbfertigen K&#252;che eine schon angeschlossen elektrische Heizplatte stand, w&#228;rmten wir die Dose dort auf (da wir keinen Dosen&#246;ffner hatten, war das &#214;ffnen ein komplizierter Akt) und l&#246;ffelten die &#8220;Substanz&#8221; im Schulhof sitzend direkt aus der Dose. Einen Teil davon teilten wir uns mit einem freundlichen, abgemagerten Hund&#8230;</p>
<p>Wir gingen recht fr&#252;h Schlafen und hofften, am n&#228;chsten Tag gut weiterzukommen. Uns allen war ein Umweg durch die Pampa auferlegt worden. Die direkte Route von Ufa nach Miass w&#228;re anscheinend zu einfach gewesen. Jetzt mussten wir versuchen, in Miass unter den ersten Drei zu sein, um am n&#228;chsten Tag am Spiel teilnehmen zu d&#252;rfen. Wir hatten absolut keine Ahnung, auf welcher Position wir lagen, da wir au&#223;er Klaus und Norbert kein anderes Team gesehen hatten, und auch nicht wissen konnten, wer welche Route gew&#228;hlt hatte und wie die anderen vorw&#228;rtsgekommen waren.  Das Spiel und das Rennen machten uns von Tag zu Tag mehr Spa&#223;! Wir lernten nette Leute kennen, mussten pfiffig und geschickt m&#246;glichst schnell vorankommen und hatten supertolle Erlebnisse. Wir wussten, da&#223; wir eine tolle Zeit haben w&#252;rden! Wir sahen &#8220;Peking Express&#8221; auch als pers&#246;nliche Herausforderung. Wir k&#228;mpften weniger gegen die anderen Teams. An die dachten wir eigentlich eher selten, wir wollten uns selber antreiben und herausfinden, wie schnell man von A nach B kommen konnte. Jedenfalls fanden wir alles nur toll und aufregend! Und es hatte ja eigentlich gerade erst begonnen&#8230;</p>
<p>So, morsche geht´s weiter&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Video, ein zeitraubendes Hobby von Harald</title>
		<link>http://tramper.webmg.de/2008/02/05/video-ein-zeitraubendes-hobby/comment-page-1/#comment-39</link>
		<dc:creator>Harald</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Feb 2008 22:36:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tramper.webmg.de/2008/02/05/video-ein-zeitraubendes-hobby/#comment-39</guid>
		<description>Also, ich schreibe dann mal kurz (aus dem Ged&#228;chtnis) unsere Erlebnisse der zweiten Etappe - damit ihr etwas zu Lesen habt, bis Hans-J&#246;rgen wieder in die G&#228;nge kommt! :-)))
Gute Besserung, nat&#252;rlich, und wir sehen uns ja hoffentlich bald in Dahab!

Los geht´s!
Nach einer kalten und ungem&#252;tlichen &#220;bernachtung, mit gegenseitigem &quot;Beschnuppern&quot; der Teilnehmer im Zeltcamp am Ufer der Wolga, ging es am n&#228;chsten Morgen mit der zweiten Etappe los. Einige waren so mutig und verwegen (und k&#228;lteresistend!) noch ein morgentliches Bad in der Wolga zu nehmen, dann wurden wir so gegen 7:00 Uhr zusammengetrommelt und in Reihe aufgestellt. Patrice sagte seine Spr&#252;chlein auf und dann wurden wir zu einem wartenden Helikopter gefahren, der uns in drei Gruppen mitten in der Pampa absetzen w&#252;rde. Eva und ich waren in der zweiten 3er-Gruppe zusammen mit den M&#228;dels und Meik/Susanne. W&#228;hrend des Fluges waren fast alle damit besch&#228;ftigt, durch die kleinen Fenster des Helis so gut es eben ging, mit Hilfe der Etappenkarte in etwa unsere Position zu bestimmen, um eine grobe Vorstellung zu haben, wo man uns absetzen w&#252;rde. Das hat mittels Landmarkierungen (Fl&#252;sse, Seen, Strassen usw.) auch tats&#228;chlich einigerma&#223;en funktioniert. Eva und ich berieten unser heutiges Vorgehen. Es gab zwischen Kazan und Ufa ein wahres Spinnennetz von Strassen auf einer s&#252;dlichen Route, und einen etwas l&#228;ngeren Weg mit einer Hauptstrasse auf einer n&#246;rdlichen Route. Obwohl es s&#252;dlich k&#252;rzer war, entschieden wir uns f&#252;r die Nordroute. In dem Spinnennetz von Autobahnen der S&#252;droute bestand die Gefahr, st&#228;ndig das Auto wechseln zu m&#252;ssen, da es sehr viele verschiedene Abzweigungen gab, und man wohl kaum ein Fahrzeug erwischen, da&#223; zuf&#228;llig genau unseren Weg nehmen w&#252;rde. Autowechsel bedeutete jedoch immer Zeitverlust! N&#246;rdlich gab es nur die eine Strasse, so da&#223; jedes Fahrzeug zumindest in unsere Richtung fahren w&#252;rde – es blieb dann nur die Frage, wie weit.
So flogen wir dahin und landeten nach etwa 30 Minuten an unserem Absetzplatz. Weit und breit keine Ortschaft, mitten in den ewigen Kornfeldern, keine Strasse in Sicht, nur ein Feldweg, der irgendwohin f&#252;hrte. Wie weit die n&#228;chste Strasse entfernt war und wo genau man nun lang musste – keine Ahnung! &#220;berhaupt: woher hier ein Fahrzeug nehmen?
Ich steig zuf&#228;llig als letzter aus dem Heli, stand somit erh&#246;ht auf der Treppe &#252;ber den anderen und konnte &#252;ber die hier bereits auf uns wartenden Teamfahrzeuge hinwegsehen, als ich in der Ferne ein wei&#223;es Auto n&#228;her kommen sah. Wahrscheinlich ein Bauer aus der Umgebung, der, durch den Heli neugierig geworden, mal nachsehen wollte, was denn hier los sei. Au&#223;er mir konnte es keiner sehen, da es von den drei Teamfahrzeugen verdeckt wurde. Hmm...,da bot sich eine Chance – wenn ich schnell genug sein w&#252;rde. Ich schlug mich mal eben „in die B&#252;sche“, so als ob ich ein Gesch&#228;ft zu erledigen h&#228;tte, und ging um die Teamfahrzeuge herum, zu dem inzwischen dort ankommenden wei&#223;en Wolga. Die anderen Teams, Eva und die Kameram&#228;nner, Reporter und der ganze „Rest“ waren noch damit besch&#228;ftigt, dem abfliegenden Heli nachzusehen, sich langsam umzuschauen, erste Bilder zu filmen usw. Ich sprach den Fahrer an, ob er uns bis zur n&#228;chsten Hauptstrasse mitnehmen k&#246;nne. Er sagte, das sei kein Problem. Also ging ich um die Teamfahrzeuge herum wieder zuur&#252;ck und fragte unser Begleitteam, ob wir losmarschieren d&#252;rften. „Klar“, sagten sie, das Rennen sei er&#246;ffnet und wir k&#246;nnten jetzt machen, was wir wollen. Ich zog Eva beiseite und sagte nur „komm mal mit!“. Mit unserem Kameramann im Schlepptau gingen wir wieder um die parkenden Teamautos herum  - und dann wurden dessen Augen gro&#223;, als dort pl&#246;tzlich ein Auto stand, in das wir unsere Rucks&#228;cke packten und einstiegen. Die anderen Teams waren &#252;berrascht bis anges&#228;uert, da&#223; wir als einzige pl&#246;tzlich in einem Auto sa&#223;en und losd&#252;sten...
Albert, unser Fahrer, brachte uns dann bis zur n&#228;chsten Hauptstrasse, wo wir relativ rasch ein Fahrzeug bekamen, da&#223; uns nach Norden, zur&#252;ck auf die M7 oder M5 oder M55 oder so  (keine Ahnung mehr, wie die genaue Bezeichnung war) brachte. Dabei bemerkten wir, da&#223; der Fahrer noch extra f&#252;r uns einen erheblichen Umweg fuhr, um uns bis zur ma&#223;geblichen Kreuzung zu bringen. Wir erwischten noch einen Kurztrip mit einem Lada und einen ebenso kurzen mit einem LKW – als wir pl&#246;tzlich vor einer Strassensperre standen! Wegen Bauarbeiten war die Hauptstrasse auf mehr als 100 Km komplett gesperrt, was weder unser Team, noch wir (nat&#252;rlich) vorher wissen konnten. Unser sch&#246;ner Plan war im Ar...!
Jetzt hie&#223; es Erkundung unserer Alternativen und Neuplanung. Wir hatten zwar noch ca. 2 Stunden offizielle Trampzeit, aber wohin und vor allem wie sollten wir uns jetzt wenden. Also erst mal Infos sammeln. Direkt an der Strassensperre war ein Truckercafé. Mit einigen Brocken Russisch und Englisch erfuhren wir vom Ausma&#223; unseres Dilemmas. Es gab eine Alternativroute noch weiter n&#246;rdlich, was aber ca. 200 Km Umweg bedeuten w&#252;rde. Wir beschlossen (inzwischen war eine weitere Stunde vergangen), an diesem Tag nicht mehr weiterzutrampen, da uns ein Russe versicherte, er w&#252;rde am n&#228;chsten Morgen genau diese Route bis nach Ufa fahren, und uns mitnehmen. Wir sollten um Neun hier am Rasthaus sein. Schon mal vorweg: Er kam leider am n&#228;chsten Tag nicht zu unserem Treffpunkt. 
Etwa 1 Km entfernt sahen wir ein Tatarendorf, und entschieden uns, dort einen Schlafplatz zu suchen. Zuvor opferten wir allerdings etwas von unserem knappen Geld, um uns in dem Truckerrestaurant eine Portion Nudel mit Sauce zu g&#246;nnen – es war das billigste Gericht auf der knappen Speisenkarte.
Nach einigen Anlaufschwierigkeiten kamen wir bei einem Tatarenehepaar unter. Er war ziemlich „dicht“ und seine Gattin hatte ein sch&#246;nes blaues Auge. Man kann sich denken, was da so abging. Wir gingen noch etwas in dem Dorf spazieren, schrieben unsere Tageb&#252;cher, liesen uns den kleinen Bauerhof zeigen, kuschelten mit den Kaninchen und bekamen noch ein kleines Abendessen aus Kartoffeln, Gurken und Tomaten. In einer Kammer, zusammen mit eingelagerten &#196;pfeln, Kartoffeln und Tomaten, breiteten wir unsere Schlafs&#228;cke aus und gingen gegen Elf schlafen. So um halb Zw&#246;lf wurde ich mit dem Ruf „Harald, Schnaps!“ geweckt, konnte aber (ausnahmsweise), der Versuchung widerstehen. 

(So, das wird jetzt wohl doch l&#228;nger, und ich mache f&#252;r heute mal Feierabend. Fortsetzung folgt...)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Also, ich schreibe dann mal kurz (aus dem Ged&#228;chtnis) unsere Erlebnisse der zweiten Etappe &#8211; damit ihr etwas zu Lesen habt, bis Hans-J&#246;rgen wieder in die G&#228;nge kommt! <img src='http://tramper.webmg.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> ))<br />
Gute Besserung, nat&#252;rlich, und wir sehen uns ja hoffentlich bald in Dahab!</p>
<p>Los geht´s!<br />
Nach einer kalten und ungem&#252;tlichen &#220;bernachtung, mit gegenseitigem &#8220;Beschnuppern&#8221; der Teilnehmer im Zeltcamp am Ufer der Wolga, ging es am n&#228;chsten Morgen mit der zweiten Etappe los. Einige waren so mutig und verwegen (und k&#228;lteresistend!) noch ein morgentliches Bad in der Wolga zu nehmen, dann wurden wir so gegen 7:00 Uhr zusammengetrommelt und in Reihe aufgestellt. Patrice sagte seine Spr&#252;chlein auf und dann wurden wir zu einem wartenden Helikopter gefahren, der uns in drei Gruppen mitten in der Pampa absetzen w&#252;rde. Eva und ich waren in der zweiten 3er-Gruppe zusammen mit den M&#228;dels und Meik/Susanne. W&#228;hrend des Fluges waren fast alle damit besch&#228;ftigt, durch die kleinen Fenster des Helis so gut es eben ging, mit Hilfe der Etappenkarte in etwa unsere Position zu bestimmen, um eine grobe Vorstellung zu haben, wo man uns absetzen w&#252;rde. Das hat mittels Landmarkierungen (Fl&#252;sse, Seen, Strassen usw.) auch tats&#228;chlich einigerma&#223;en funktioniert. Eva und ich berieten unser heutiges Vorgehen. Es gab zwischen Kazan und Ufa ein wahres Spinnennetz von Strassen auf einer s&#252;dlichen Route, und einen etwas l&#228;ngeren Weg mit einer Hauptstrasse auf einer n&#246;rdlichen Route. Obwohl es s&#252;dlich k&#252;rzer war, entschieden wir uns f&#252;r die Nordroute. In dem Spinnennetz von Autobahnen der S&#252;droute bestand die Gefahr, st&#228;ndig das Auto wechseln zu m&#252;ssen, da es sehr viele verschiedene Abzweigungen gab, und man wohl kaum ein Fahrzeug erwischen, da&#223; zuf&#228;llig genau unseren Weg nehmen w&#252;rde. Autowechsel bedeutete jedoch immer Zeitverlust! N&#246;rdlich gab es nur die eine Strasse, so da&#223; jedes Fahrzeug zumindest in unsere Richtung fahren w&#252;rde – es blieb dann nur die Frage, wie weit.<br />
So flogen wir dahin und landeten nach etwa 30 Minuten an unserem Absetzplatz. Weit und breit keine Ortschaft, mitten in den ewigen Kornfeldern, keine Strasse in Sicht, nur ein Feldweg, der irgendwohin f&#252;hrte. Wie weit die n&#228;chste Strasse entfernt war und wo genau man nun lang musste – keine Ahnung! &#220;berhaupt: woher hier ein Fahrzeug nehmen?<br />
Ich steig zuf&#228;llig als letzter aus dem Heli, stand somit erh&#246;ht auf der Treppe &#252;ber den anderen und konnte &#252;ber die hier bereits auf uns wartenden Teamfahrzeuge hinwegsehen, als ich in der Ferne ein wei&#223;es Auto n&#228;her kommen sah. Wahrscheinlich ein Bauer aus der Umgebung, der, durch den Heli neugierig geworden, mal nachsehen wollte, was denn hier los sei. Au&#223;er mir konnte es keiner sehen, da es von den drei Teamfahrzeugen verdeckt wurde. Hmm&#8230;,da bot sich eine Chance – wenn ich schnell genug sein w&#252;rde. Ich schlug mich mal eben „in die B&#252;sche“, so als ob ich ein Gesch&#228;ft zu erledigen h&#228;tte, und ging um die Teamfahrzeuge herum, zu dem inzwischen dort ankommenden wei&#223;en Wolga. Die anderen Teams, Eva und die Kameram&#228;nner, Reporter und der ganze „Rest“ waren noch damit besch&#228;ftigt, dem abfliegenden Heli nachzusehen, sich langsam umzuschauen, erste Bilder zu filmen usw. Ich sprach den Fahrer an, ob er uns bis zur n&#228;chsten Hauptstrasse mitnehmen k&#246;nne. Er sagte, das sei kein Problem. Also ging ich um die Teamfahrzeuge herum wieder zuur&#252;ck und fragte unser Begleitteam, ob wir losmarschieren d&#252;rften. „Klar“, sagten sie, das Rennen sei er&#246;ffnet und wir k&#246;nnten jetzt machen, was wir wollen. Ich zog Eva beiseite und sagte nur „komm mal mit!“. Mit unserem Kameramann im Schlepptau gingen wir wieder um die parkenden Teamautos herum  &#8211; und dann wurden dessen Augen gro&#223;, als dort pl&#246;tzlich ein Auto stand, in das wir unsere Rucks&#228;cke packten und einstiegen. Die anderen Teams waren &#252;berrascht bis anges&#228;uert, da&#223; wir als einzige pl&#246;tzlich in einem Auto sa&#223;en und losd&#252;sten&#8230;<br />
Albert, unser Fahrer, brachte uns dann bis zur n&#228;chsten Hauptstrasse, wo wir relativ rasch ein Fahrzeug bekamen, da&#223; uns nach Norden, zur&#252;ck auf die M7 oder M5 oder M55 oder so  (keine Ahnung mehr, wie die genaue Bezeichnung war) brachte. Dabei bemerkten wir, da&#223; der Fahrer noch extra f&#252;r uns einen erheblichen Umweg fuhr, um uns bis zur ma&#223;geblichen Kreuzung zu bringen. Wir erwischten noch einen Kurztrip mit einem Lada und einen ebenso kurzen mit einem LKW – als wir pl&#246;tzlich vor einer Strassensperre standen! Wegen Bauarbeiten war die Hauptstrasse auf mehr als 100 Km komplett gesperrt, was weder unser Team, noch wir (nat&#252;rlich) vorher wissen konnten. Unser sch&#246;ner Plan war im Ar&#8230;!<br />
Jetzt hie&#223; es Erkundung unserer Alternativen und Neuplanung. Wir hatten zwar noch ca. 2 Stunden offizielle Trampzeit, aber wohin und vor allem wie sollten wir uns jetzt wenden. Also erst mal Infos sammeln. Direkt an der Strassensperre war ein Truckercafé. Mit einigen Brocken Russisch und Englisch erfuhren wir vom Ausma&#223; unseres Dilemmas. Es gab eine Alternativroute noch weiter n&#246;rdlich, was aber ca. 200 Km Umweg bedeuten w&#252;rde. Wir beschlossen (inzwischen war eine weitere Stunde vergangen), an diesem Tag nicht mehr weiterzutrampen, da uns ein Russe versicherte, er w&#252;rde am n&#228;chsten Morgen genau diese Route bis nach Ufa fahren, und uns mitnehmen. Wir sollten um Neun hier am Rasthaus sein. Schon mal vorweg: Er kam leider am n&#228;chsten Tag nicht zu unserem Treffpunkt.<br />
Etwa 1 Km entfernt sahen wir ein Tatarendorf, und entschieden uns, dort einen Schlafplatz zu suchen. Zuvor opferten wir allerdings etwas von unserem knappen Geld, um uns in dem Truckerrestaurant eine Portion Nudel mit Sauce zu g&#246;nnen – es war das billigste Gericht auf der knappen Speisenkarte.<br />
Nach einigen Anlaufschwierigkeiten kamen wir bei einem Tatarenehepaar unter. Er war ziemlich „dicht“ und seine Gattin hatte ein sch&#246;nes blaues Auge. Man kann sich denken, was da so abging. Wir gingen noch etwas in dem Dorf spazieren, schrieben unsere Tageb&#252;cher, liesen uns den kleinen Bauerhof zeigen, kuschelten mit den Kaninchen und bekamen noch ein kleines Abendessen aus Kartoffeln, Gurken und Tomaten. In einer Kammer, zusammen mit eingelagerten &#196;pfeln, Kartoffeln und Tomaten, breiteten wir unsere Schlafs&#228;cke aus und gingen gegen Elf schlafen. So um halb Zw&#246;lf wurde ich mit dem Ruf „Harald, Schnaps!“ geweckt, konnte aber (ausnahmsweise), der Versuchung widerstehen. </p>
<p>(So, das wird jetzt wohl doch l&#228;nger, und ich mache f&#252;r heute mal Feierabend. Fortsetzung folgt&#8230;)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Interview mit Kim am 14.12.2007 in M&#246;nchengladbach von Harald</title>
		<link>http://tramper.webmg.de/2007/12/15/interview-mit-kim-am-14122007-in-moenchengladabch/comment-page-1/#comment-38</link>
		<dc:creator>Harald</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jan 2008 19:59:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tramper.webmg.de/2007/12/15/interview-mit-kim-am-14122007-in-moenchengladabch/#comment-38</guid>
		<description>Hallo Hans-J&#246;rgen,

ein gutes neues Jahr f&#252;r Dich und Deine Familie und vor allem Gesundheit!
Ab 18.1. sind wir ja f&#252;r 2 Wochen in D&#252;sseldorf. Vielleicht k&#246;nnen wir ja in der Woche zwischen dem 18. und dem 27. mal zusammen Essen gehen. M&#252;sste aber in DUS sein, da wir abends nach der Messe sicher zu kaputt sein werden, um noch nach MGB zu fahren. Vielleicht mal wieder Peking-Ente...?

Gru&#223;
Harald</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Hans-J&#246;rgen,</p>
<p>ein gutes neues Jahr f&#252;r Dich und Deine Familie und vor allem Gesundheit!<br />
Ab 18.1. sind wir ja f&#252;r 2 Wochen in D&#252;sseldorf. Vielleicht k&#246;nnen wir ja in der Woche zwischen dem 18. und dem 27. mal zusammen Essen gehen. M&#252;sste aber in DUS sein, da wir abends nach der Messe sicher zu kaputt sein werden, um noch nach MGB zu fahren. Vielleicht mal wieder Peking-Ente&#8230;?</p>
<p>Gru&#223;<br />
Harald</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Interview mit Kim am 14.12.2007 in M&#246;nchengladbach von Carsten</title>
		<link>http://tramper.webmg.de/2007/12/15/interview-mit-kim-am-14122007-in-moenchengladabch/comment-page-1/#comment-37</link>
		<dc:creator>Carsten</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jan 2008 17:48:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tramper.webmg.de/2007/12/15/interview-mit-kim-am-14122007-in-moenchengladabch/#comment-37</guid>
		<description>Hallo Hans-J&#246;rgen, 

w&#252;nsche dir zuerst einmal ein Frohes Neues Jahr 2008!
Ich bin auch weiterhin an den Berichten interessiert, f&#228;nde es sch&#246;n, wenn du weitermachen w&#252;rdest, auch wenn es l&#228;nger dauert.

Das Interview mit Kim kann ich leider nicht anschauen, es erscheint bei mir nicht wie &#252;blich oberhalb des Textes.

Gr&#252;&#223;e aus Hannover
Carsten</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Hans-J&#246;rgen, </p>
<p>w&#252;nsche dir zuerst einmal ein Frohes Neues Jahr 2008!<br />
Ich bin auch weiterhin an den Berichten interessiert, f&#228;nde es sch&#246;n, wenn du weitermachen w&#252;rdest, auch wenn es l&#228;nger dauert.</p>
<p>Das Interview mit Kim kann ich leider nicht anschauen, es erscheint bei mir nicht wie &#252;blich oberhalb des Textes.</p>
<p>Gr&#252;&#223;e aus Hannover<br />
Carsten</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Interview mit Kim am 14.12.2007 in M&#246;nchengladbach von Kim</title>
		<link>http://tramper.webmg.de/2007/12/15/interview-mit-kim-am-14122007-in-moenchengladabch/comment-page-1/#comment-36</link>
		<dc:creator>Kim</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Dec 2007 19:58:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tramper.webmg.de/2007/12/15/interview-mit-kim-am-14122007-in-moenchengladabch/#comment-36</guid>
		<description>hey hans-j&#246;rgen,

da  hast du dich ja mal wieder in zeug gelegt. vorgestern bin ich noch bei dir gewesen und nun ist das spontane Interview schon online. freue mich schon auf unser n&#228;chsten treffen. will mir unbedingt nochmal ansehen wie du das technisch alles umsetzt. zum n&#228;chsten mal bringe ich dann ein paar pers&#246;nliche erinnerungsst&#252;cke vom peking express mit....

ich w&#252;nsche dir einen guten start in die woche und freue mich ziwschen den jahreswechsel auch eva wiederzusehen...

liebe gruesse

kim</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>hey hans-j&#246;rgen,</p>
<p>da  hast du dich ja mal wieder in zeug gelegt. vorgestern bin ich noch bei dir gewesen und nun ist das spontane Interview schon online. freue mich schon auf unser n&#228;chsten treffen. will mir unbedingt nochmal ansehen wie du das technisch alles umsetzt. zum n&#228;chsten mal bringe ich dann ein paar pers&#246;nliche erinnerungsst&#252;cke vom peking express mit&#8230;.</p>
<p>ich w&#252;nsche dir einen guten start in die woche und freue mich ziwschen den jahreswechsel auch eva wiederzusehen&#8230;</p>
<p>liebe gruesse</p>
<p>kim</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu 3.Tag Etappenabschluss in Kazan von Carsten</title>
		<link>http://tramper.webmg.de/2007/11/27/3tag-etappenabschluss-in-kazan/comment-page-1/#comment-35</link>
		<dc:creator>Carsten</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Dec 2007 08:44:57 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tramper.webmg.de/2007/11/27/3tag-etappenabschluss-in-kazan/#comment-35</guid>
		<description>Toller Beitrag, Hans-J&#246;rgen! Mir gef&#228;llt deine mittlerweile sehr ruhige, abgekl&#228;rte Erz&#228;hlweise und auch die Stimmen der anderen Teilnehmer &#252;ber diese Etappe sind super.

Mach weiter so!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Toller Beitrag, Hans-J&#246;rgen! Mir gef&#228;llt deine mittlerweile sehr ruhige, abgekl&#228;rte Erz&#228;hlweise und auch die Stimmen der anderen Teilnehmer &#252;ber diese Etappe sind super.</p>
<p>Mach weiter so!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

